Mit hoher Präzision zum zweiten Sieg in Serie
14.12.2008 | Medienmitteilung | Alain Dupasquier, Felix Brühwiler, Luzio Egli, Martigny, Schreiner, VSSM, Wallis, World SkillsBeim zweiten Wettkampf der Schreinernationalmannschaft hat sich der Ostschweizer Luzio Egli dank genauen Massen am vergangenen Samstag in Martigny erneut den ersten Rang geholt. Er gewinnt hauchdünn vor dem Freiburger Alain Dupasquier und Felix Brühwiler aus Sonnental.
Die Aufgabe beim zweiten Zusammentreffen der neun besten Schweizer Schreiner war komplexer als beim ersten Wettkampf Mitte November in Elgg. Innerhalb von knapp acht Stunden mussten die jungen Fachleute im Berufsschulzentrum in Martigny einen Eichenrahmen in Form eines Kuchenstücks produzieren, der auf engstem Raum etliche Schwierigkeiten bot: ungleiche Seitenlängen, verschiedenartige Verbindungen, abgewinkelte Kanten und einen langen Bogen.
Diese Herausforderungen hat Luzio Egli aus Jonschwil mit eindrücklicher Ruhe und hoher Präzision erneut am besten gemeistert: «Ich glaube, die Masse sind mir besonders gut gelungen.» Weniger zufrieden war er hingegen mit seiner Zeichnung und dem Finish: «Am Schluss hatte ich nicht mehr genügend Zeit, alle Teile zu schleifen.» Trotzdem hat es dem Zwanzigjährigen zum zweiten Sieg in Serie gereicht.
Verlass auf eigene Werkzeuge
Im Gegensatz zu anderen Teilnehmern hat Luzio Egli sämtliche Teile mit seinen eigenen Handmaschinen bearbeitet: «Das geht mir leichter, weil ich meine Werkzeuge bestens kenne und mich nicht auf andere Maschinen einstellen muss. Zudem brauche ich dadurch nicht zu befürchten, dass bei einer fremden Maschine irgendwo eine Einstellung verändert worden ist, die ich unter dem herrschenden Zeitdruck übersehe.»
Anders als in Elgg haben seine Konkurrenten in Martigny lediglich einige Zehntelpunkte auf ihn eingebüsst. Alain Dupasquier aus dem Freiburger Dorf La Tour-de-Trême holt Silber, der zweite Ostschweizer Felix Brühwiler Bronze. Wie anspruchsvoll die Aufgabenstellung gewesen ist, zeigt der langjährige Vergleich: Gewöhnlich erzielt der Sieger 80 bis 85 Prozent aller Punkte, in Martigny waren es lediglich 62 Prozent. Schlecht gelaufen ist es Martin Maurer. Er war gesundheitlich angeschlagen und konnte nicht an seine Leistung vom ersten Wettkampf anknüpfen. Er rutscht deshalb in der Gesamtwertung vom zweiten auf den dritten Rang ab.
Hohes Niveau
Das Niveau beurteilt der international tätige Experte Roger Huwyler nach den ersten zwei Wettkämpfen als hoch, dennoch hat er bei der Rangverkündigung auf zwei weit verbreitete Mangelpunkte hingewiesen: «Einerseits muss die Strichqualität bei den Zeichnungen deutlich verbessert werden. Und anderseits braucht es eine höhere Genauigkeit beim Zuschneiden. Denn bei solch komplexen Formen und Verbindungen ist es unmöglich, die Einzelteile mit nachträglichem Schleifen einzupassen.» Er fordert die neun Anwärter auf, die Zeit zwischen den Wettkämpfen für intensive Trainings der Grundfertigkeiten zu nutzen, damit diese im Wettkampf noch schneller und sicherer angewandt werden können.
Die nächsten Wettkämpfe finden am 17. Januar 2009 in Wyssachen und am 31. Januar 2009 in Teufen statt. Nach den Schweizermeisterschaften in Lugano Anfang März wird feststehen, welcher Möbelschreiner und welcher Massivholzschreiner die Schweiz an den Berufsweltmeisterschaften World Skills vertreten darf. Diese finden vom 1. bis 6. September 2009 in Calgary (Kanada) statt.
Dokument
Medienmitteilung (DOC, 1,2 MB)
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